sexuelle Belästigung


Als Arbeitnehmer musst du dir nichts alles gefallen lassen. Dies gilt auch und insbesondere bei sexueller Belästigung. Wenn dein Kollege deutlich anzügliche Sprüche macht, dich über deine sexuelle Orientierung lustig macht oder dir gar "einen Klaps auf den Hintern" gibt, wirst du sexuell belästigt. Nach dem Gesetz handelt es sich bei sexueller Belästigung nämlich um vorsätzliches, sexuell motiviertes Verhalten, das die Würde von Beschäftigten am Arbeitsplatz verletzt. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hast du in diesen Fällen ein ausdrückliches Beschwerderecht. Eine Beschwerde verpflichtet deinen Arbeitgeber oder Vorgesetzte zur Prüfung des Vorfalls. Damit du da nicht alleine durch musst, ist im Betriebsverfassungsgesetz geregelt, dass du dich durch Betriebsratsmitgliedern bei einer Beschwerde unterstützen lassen kannst. Arbeitgeber und Dienstvorgesetzte sind dann verpflichtet, wirksame, dem Einzelfall angemessene arbeitsrechtliche Maßnahmen wie Versetzung oder Kündigung zu ergreifen. Unterlässt dies der Arbeitgeber, so steht dir ein Leistungsverweigerungsrecht zu - ohne Verlust deiner Entgeltansprüche. Außerdem dürfen Beschäftigte vom Arbeitgeber nicht benachteiligt werden, wenn sie wegen einer sexuellen Belästigung die ihnen zur Verfügung stehenden Rechte ergreifen.

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Regelungen und Vorschriften können wir aufgrund stetiger Änderungen keine Gewähr übernehmen. Wir versuchen natürlich alle Veränderungen schnellstmöglich nachzutragen, aber leider gelingt uns das nicht immer. Wenn es Probleme mit deinem Arbeitgeber oder Arbeitskollegen gibt, wende dich an die Fachberatung deiner Gewerkschaft. Dort wird dir eine rechtssichere Beratung gegeben.
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